Klub der toten Sänger in Podgorica, Montenegro

In der montengrinischen Hauptstadt stösst man auf Erinnerungen an zwei Sänger, die wohl den wenigsten westlichen Ausländern etwas sagen,  aber in ihren Heimatländern und in anderen slawischen Staaten heute noch Kultstatus genießen.

Beide drückten sich, jeder zu seiner Zeit, anders aus als es das damalige politische Umfeld für opportun hielt.

Russischer Sänger aus den 1970-ern noch lebendig heute in Podgorica

Der erste, ältere, dem ein prächtiges Denkmal gewidmet ist, stammte aus dem kommunistischen Russland und war dort die Stimme derjenigen, die anderes dachten als es die offizielle Politik tat und wünschte.

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Die Rede ist von dem 1938 geborenen Russen Wladimir Semjonowitsch Wyssozki,  einem unangepassten Liedermacher der 1980, gerade 42-jährig, starb.

Wie er sich musikalisch anhörte, kann man dank YouTube leicht nachhören. Die Lieder über Freundschaft, aber auch die Wolfsjagd hören sich so an, wie diejenigen deutscher Liedermacher aus den 1970-er Jahren.

Alles sehr „basisc“, aber es ging ja weniger um die Töne als um die Worte.

Ekaterina Velika, Belgrader Band mit hoher Todesrate

Nur einige Fussminuten vom aufwändigen Denkmal für den russischen Sänger entfernt erinnert ein wesentlich  bescheidener gestaltetes  Wandgemälde an einen der Toten aus der serbischen Band  Ekaterina Velika (Katharina die Große), kurz EKV.

Musikalisch wird die Band, die in ihren, oft dunklen Songs einem Lebensgefühl von Depression, Outsidertum und Hoffnungslosigkeit Ausdruck verlieh, oft mit den Simple Minds verglichen.

Podgorica Street Art Milan

In dieser Gruppe hielt der Tod reiche Ernte. Die englische Wikipedia berichtet dazu

  • Ivan Vdović died of AIDS on September 25, 1992 at age 31.
  • Milan Mladenović died of pancreatic cancer on November 5, 1994 at age 36.
  • Bojan Pečar died of a heart attack on October 13, 1998 at age 38.
  • Dušan Dejanović died of AIDS on November 16, 2000. On September 18, 2002,
  • Margita Stefanović died at age 43, being the fifth band member to die prematurely.

Ein filmisches Porträt von Mladenovic findet sich, leider nur in der/den Sprache(n) der Region, auch im Internet.

 

 

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