Der Schwund in der Belgrader Street Art-Szene, über die wir schon öfter berichtet haben, geht weiter.

Dieses Mal sind es keine Konkurrenten, die mit der Dose in der Hand, bestehende Murale übersprayen, und keine Bauarbeiten, denen die Gebäude, auf denen Bilder aufgebracht sind, zum Opfer fallen, sondern Renovierungen von Altbauten.

In deren Rahmen werden auch die Fassaden modernisiert. Dabei verschwinden dann die Wandgemälde. In den Häusern wird es dadurch wärmer, die Stadt aber wird weniger bunt.

Machens, was man auf dieser Website sehen kann, ist deshalb schon in die ewigen Jagdgründe der Belgrader Street Art-Geschichte eingegangen.

Hier einige Vorher-Nachher-Bilder:

BG Street art Hendrix alt

BG Streetart neu früher Hendrix 2
Bye, Bye Hendrix, Bye Bye Bob Marley

Auch vor Nikola Tesla machen die neuen Zeiten nicht halt:

Und leider gehört auch das große, vielschichtige Wandgemälde bei der Tankstelle der Vergangenheit an:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Und auch der Natur fressenden Stadt mit Häusern als Zähnen dirket gegenüber sind die Abdeckplanen schon bedrohlich nahe gerückt:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Glücklicherweise kommen neue Werke nach.

 

BG Streetart neu Vogel

Die Szene lebt nach wie vor.

Schön wäre es dennoch, wenn man in Belgrad auch bei den offiziellen Stellen erkennen würde, dass Street Art und die sonstige Alternativszene Kultur und Sehenswürdigkeiten sind, die man erhalten sollte.