Udba_iskaznica

Dienstausweis des jugoslawischen Geheimdienstes (Quelle: wiki commons)

 

Das alles machte sympathisch:

  • Jugoslawien suchte nach einem „dritten Weg“ zwischen Kapitalismus und Kommunismus sowjetischer Prägung,
  • ließ seine Bürger ins westliche Ausland reisen (damit sie dort „hartes“ Geld verdienen konnten, aber das nur nebenbei)
  • und von der Küste und dem klaren Wasser schwärmten alle, die dort ihren Urlaub verbracht hatten.

Da übersah man gerne die negativen Seiten, auch solche brutalster Art.

Von Goli Otok war schon die Rede. Im Sommer 2016 wurden Zeitungsleser in Deutschland über ein Gerichtsverfahren an eine weitere dunkle Seite Jugoslawiens erinnert.

Man verfolgte nämlich Regimegegner, auch ohne  Rücksicht auf die Souveränität anderer Staaten, und brachte sie brutal um. Dabei zog sich eine besonders breite Blutspur durch Deutschland, dort vor allem in Bayern.

In der Zeit zwischen 1945 und 1989 soll die UDBA in der Bundesrepublik Deutschland 67 Dissidenten ermordet haben

Todesopfer kann man nicht vergleichen. Dennoch können Zahlen zum Nachdenken anregen:Zwischen 1971 und 1993 tötete die RAF 34 Menschen.

Jugoslawien war also so liberal und menschenfreundlich nicht.