Skopje: Versteckte Erinnerung an die größte Naturkastrophe, die Jugoslawien traf

In Skopje sind im Rahmen des umstrittenen Projekts Skopje 2014 in der ganzen Stadt viele Statuen aufgestellt worden, über deren künstlerischen Wert man streiten kann. Nicht wenige sprechen von Skopje als “Disneyland des Balkans“, andere sehen die Stadt im Kitsch versinken.

 

Schade, dass durch Masse an belanglosen Statuen, andere Kunstwerke, die wirklich eine Aussage besitzen, ins Hintertreffen geraten.

Dazu gehört diese von Tome Serafimovski geschaffene, verwirrende Statue einer nackten Frau, deren Körper teilweise zerstört ist.

 

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Anders als die neu geschaffenen Statuen steht sie nicht im Stadtzentrum, sondern „in zweiter Reihe“ auf einem Rasenstück neben dem Bulevar Krste Misirkov, einer mehrspurigen Straße, die auf der anderen Seite des Flusses Vardar stadtauswärts führt.

Skopje 6 19 I (203)

Was mag diese Statue bedeuten?

Skopje Erdbebendenkmal (3)

Das Datum am Sockel gibt  einen Hinweis. Am 26. Juli 1963 wurde Skopje nämlich von einem großen Erdbeben, das als größte Katastrophe in der Geschichte Jugoslawiens gilt, getroffen.

Die Statue stellt also die durch dieses Ereignis verwundete Stadt Skopje dar.

In weiteren Folgen werden wir näher über das Erdbeben und die Besonderheiten des Wiederaufbaus der Stadt Skopje berichten.  Die nächste Folge mit dem Titel „Skopje: Ein utopischer städtebaulicher Phoenix versucht zu fliegen“ findet sich hier.

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