„Rauchbier“ mit Blick auf „Alexander den Großen“

Leser unseres Blogs wissen es längst: Die bayerisch-fränkische Bierkultur hält Einzug auf dem Balkan: So wirbt man in Mostar, Bosnien und Herzegowina, für ein in der Stadt gebrautes Bier damit, dass dieses dem bayerischen Reinheitsgebot entspricht.

Auch in der mazedonischen Hauptstadt Skopje gibt es neuerdings einen Gerstensaft, der klare Bezüge nach Süddeutschland, genauer nach Franken (wo man die größte Brauereidichte der Welt besitzt) aufweist.

Dort, in Bamberg, findet sich auch der Ursprung einer ganz besonderen Bier-Spezialität, nämlich des Rauchbiers.

sKOPJE bIER !
Stolzer Preis: 0,48 l umgerechnet fast vier Euro

Aufgrund seiner besonderen Brautechnik erinnert dieses den Gaumen an das, was man in Ex-YU „suho m(j)eso“ (trockens, also geräuchteres Fleisch) nennt. Es überzeugt durch einen vollmundigen, herzhaften Abgang. In der mazedonischen Hauptstadt Skopje, wo man in den letzten Jahren einiges nachgebaut hat, hat man sich nun im Nachbrauen  versucht. Und sich u.a. an diese Krone der Braukunst herangewagt.

Trinken kann man es mit Blick auf das Reiterdenkmal von Alexander dem Großen (das demnächst vielleicht abgerissen wird, weil die neue Regierung das Verhältnis zu Griechenland entspannen möchte).

sKOPJE bIER 2 (2)

Von daher ist es ganze ein Erlebnis, das sich möglicherweise nicht mehr lange wiederholen lässt.

Vom streng „biertechnischen“ Standpunkt aus gesehen fällt das Urteil zumindest beim Verfasser dieser Zeilen nicht ganz so einmalig aus: Obwohl das Bier ordentlich aussieht, fallen einem beim Trinken Wörter wie „halbmundig“ ein. Die im Zusammenhang mit dem Bamberger Rauchbier zu lesende Formulierung „ein Hauch von Rauch“ bekommt hier eine ganz neue Interpretation.

Auch das an selber Stelle feil gebotene erste mazedonische Weizenbier – das im selben Glas wie einige andere neugeschaffenen „Bierspezialitäten“ ausgeschenkt wird – überzeugt den Gaumen des Berichterstatters ebenfalls nicht.

Ein netter Versuch!

Womit nichts Negatives über Bier aus Mazedonien gesagt werden soll: Wie zahlreiche Biertrinker aus Nürnberg, einer Partnerstadt von Skopje, bestätigen können, ist das dort auf dem Bierfest ausgeschenkte traditionelle „Skopsko“-Bier durchaus das eine oder andere „Seidla“ wert.

 

 

 

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