Jugoland = Bärenland

Beitragsbild: Hillebrand, Steve in Wikipedia, Stichwort „Braunbär“

Das ehemalige Jugoslawien war und ist Bärenland. Überall: In allen Teilrepubliken gibt es nämlich eine dauerhafte Population.

Dies kann man einer  der Karten aus der Titelstory der Ausgabe des National Geografic Magazins im Juni 2018 entnehmen. Und auch die Wikipedia-Karte über die heutigen Verbreitungsgebiete des Braunbären weltweit bestätigt dies:

Ursus_arctos_distribution

In dem Artikel des National Geografic Magazins wird näher auf die Bärenpopulation in Slowenien eingegangen.

Slowenische Bären sind keine Problembären

Dabei erfährt man dann, dass

  • das Zusammenleben zwischen Mensch und Bär in Slowenien, anders als in Italien,  problemlos funktioniert
  • es etwa 750 bis 950 Bären in Slowenien geben soll, wobei
  • in Laška Dolina auf einer Fläche von 10 x 10 Kilometer 40 Bären leben.  Dies bedeute, dass dort, mitten in Europa, eine der höchsten Bärendichten der Welt besteht (!), und dass
  • eine jährliche legale Abschussquote von 100 Stück dafür sorgt, dass die Population nicht überhand nimmt.

Neugierig geworden wollten wir wissen, wie es um den Bärenbestand in den anderen Teilrepubliken steht, und haben gegoogelt. Gefunden haben wir imposante Zahlen, die allerdings etwas von denjenigen aus dem National Geografic Magazin abweichen:

Auch im westlichen Balkan gibt es viele Braunbären. Die Anzahl der Bären im ehemaligen Jugoslawien wird auf über 3.000 geschätzt. Die größte Zahl, etwa 1.000, lebt vermutlich in Kroatien. Die großen Säugetiere leben meist im Landesinneren, an der Küste der Adria sind Bären selten zu sehen. Fast 500 Bären existieren inzwischen auch im kleinen Slowenien (siehe Tiere in Slowenien). Auch in den anderen Staaten der Region (Bosnien-Herzogowina, Mazedonien, Serbien, Albanien usw.) leben Braunbären. In Bosnien dürfte es mit 900 Bären die größte Anzahl mit Kroatien im ehemaligen Jugoslawien geben. In Albanien sind es um die 400 Braunbären, in Serbien 300 bis 500 und in Mazedonien um die 100 Tiere.

Tanzbär und gefangener Waise

Auch wir haben schon Bären im ehemaligen Jugoslawien gesehen. Beide Male waren es aber eher bemitleidenswerte  Geschöpfe.

Das eine war im Sommer 1990 in Novi Sad ein Tanzbär, der begleitet von einer neugierigen Kinderschar durch ein Wohnviertel geführt wurde, während der Verfasser dieser Zeilen auf dem Mini-Balkon seiner ebenfalls winzigen Einzimmerwohnung saß.

Tanzbär
Quelle: Wikimedia

Tanzbär klingt lustig, ist es aber nicht.

Den zweiten Bären haben wir vor ein paar Jahren in einer ländlichen Kleinstadt in Bosnien gesehen. Ein Jungtier, das Jäger (nachdem sie die Mutter erschossen haben?), über Monate in einem Käfig gehalten hatten.

Dann haben sie das Tier wieder ausgesetzt.

Ein Bär, der die Scheue vor Menschen verloren hat, wieder im Wald? Keine gute Idee!

Ein Freund aber, der ein Faible für Bären hat, und diese in der Natur sucht, aber auch – hoffentlich – weiß, auf sich aufzupassen, hat schon öfter welche in freier Wildbahn gesehen. Und dann sieht man majestätische Tiere, die einem Respekt lehren.

Neid!

 

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