Montenegro ist gemäß Absatz 2 des Artikels 1 seiner Verfassung ein ökologischer Staat. Deshalb lässt man dort auch der Kunst breiten Raum, für eine bessere Umwelt zu wirken.

Eine der diesbezüglichen Aktionen ist eine Installation im öffentlichen Raum, durch die auf die Umweltprobleme durch Plastiktüten hingewiesen wird. Dabei flattern dünne Plastiktüten in allerlei Farben, tibetanischen Gebetsfahnen gleich, an den dürren Ästen verdorrter Bäume.

Eine solche Aktion ist auch bitter notwendig, den eines der gemeinsamen Kennzeichen des nicht mehr bestehenden Staates ist die weite Verbreitung von Plastiktüten.

Verkäufer scheinen hier eine geradezu erotische Beziehung zu ihnen zu haben. Und nehmen es deshalb pesönlich, wenn man sie verschmäht. (Aus diesem Grund habe ich Podgorica schon einmal – trotz meines Hinweises, dass ich einen Rucksack dabei hätte – zwei Tüten mitbekommen, als ich ein Brötchen und einen Knabberriegel kaufte.)

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Gut also, dass diese Installation mit den Plastiktüten über den Köpfen der Passanten mithilft, die wahre Natur der Plastiktüten in die Köpfe der Menschen zu bekommen.

ÄTSCH! REINGEFALLEN!

Das ist kein Kunstwerk, sondern der Wind hat es angerichtet (Wie heißt es so schön im Lied: the polly bag is blowin`in the wind).

Nicht angeschmiert haben wir sie aber mit dem ökologischen Staat in Abs. 2 des Artikels 1 der montenegrinischen Verfassung. Das steht dort tatsächlich!