Ein Vorteil, wenn man die Sprache seines Gastlandes spricht, ist dass man die ganze Vielfalt von dessen kulturellem Leben mitbekommt.

Manches, was von anderen über- oder rätselnd angesehen wird, erschließt sich einem so relativ schnell.

Und es sind nicht immer fremdartige Dinge, die einem auf diese Weise begegnen.

Drei Herren auf drei gut gefüllten Bierkrügen auf einem Plakat in Belgrad:

Lustig anzusehen.

Und das Wort „pivo“ versteht man nach kurzem Aufenthalt.

Aber der Rest:

Da l`“ klingt wie ein spanischer Adelstitel.

je“ sagt einem gar nichts, aber es scheint näher an einem entsetzten „oh je“ als an einem kühlem „je .. desto“ zu sein

Und mit „ljuvabava“ – so hieß das doch!?- kann man als Ausländer eh` nichts anfangen

Mit einschlägigen Sprachkenntissen ist das alles weniger mysteriös. Dort steht nämlich lediglich:

Ist es das Bier oder die Liebe?

Zumindest bei denjenigen, die ihre Jugend in Süddeutschland verbracht haben, dürften jetzt alle kulturellen Grenzen gefallen und eigene Erinnerungen wach geworden sein!