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Es gibt verschiedene Arten, mit anderen zusammen Fußballspiele anzusehen. Manche sind zugegeben etwas lächerlich, zumindest wenn man sie nüchtern und von außen betrachtet.

Eine Alternativkneipe in der Köpenicker Straße in Berlin setzt demgegenüber weithin sichtbar auf

„Serious Fussballgucken ONLY“.

Hierfür werden gleichzeitig auch die Regeln vorgegeben. Diese sind:

  • Keine Fahnen

  • Keine Tröten

  • Keine doofen Hüte.

Gut gedacht, aber wirklich gut gemacht?

Die Praktikabilität und die Durchsetzung dieser Regelung erscheinen zweifelhaft. So sind Hüte nicht generell verboten, sondern nur dann, wenn sie „doof“ sind.

Wer entscheidet das:

  • der Wirt?
  • eine Mehrheitsabstimmung aller anwesenden Gäste?
  • oder das KZÜDH? (Kommitee zur Überprüfung doofer Hüte)?

Auch stellen sich dringende genderspezifische Fragen: Nicht alles, was Männer bei Damen an Kopfbedeckung als „doof“ ansehen, würde von den behüteten Damen genauso bewertet.

Und bezüglich der erwähnten „Fahnen“ stellt sich in diesem Zusammenhang auch die Frage: Sind auch Alkoholfahnen gemeint? (Gerade an denen sollte doch der Wirt ein gewisses Interesse haben.)

Ein bisschen viele Regelungen für eine Kneipe in einem Umfeld, das sich ansonsten liberal definiert!

Manchmal wirkt es ziemlich spießbürgerlich, wenn man sicn mit Gewalt vom Spiessbürgerlichen  abgrenzen möchte.