Hier „chillt“ man  nicht, hier lässt man die Seele noch auf herkömmliche  Art baumeln, in einer Ambiente, die aus der sogenannten guten alten Zeit stammt. Die Rede ist von dem Erholungsort Palic in der Vojvodina, kurz vor der serbisch-ungarischen Grenze.

Herzstück dieses Ortes ist der Palic-See, der wie die vielen Seen in der Nähe eine Mini-Ausgabe des Palatons wirkt, mit schilfgesäumtem Ufer und einer glatten Wasserfläche in der das Spieglbild des sporadisch bewölkten Himmels noch weiter zu sein scheint als das Original. An dessen Ufer findet sich eine weitläufige Parkanlage aus k.u.k.-Zeit mit verstreuten Gebäuden, die teilweise auch in Disney-Land stehen könnten.

Im Sommer steppt hier sicher der Bär. Im April aber  verlaufen sich die wenigen Urlauber, meist ältere Menschen oder jüngere Paare, manche  mit noch nicht schulpflichtigen Kindern. Wenn das Wetter gnädig ist, beschert es einen vorgezogenen Sommer. Dann lernt man die vielen schattigen Alleen und Trampelpfade n der weitläufigen Parkanlage am See schätzen. Das Wetter erlaubt es dann sogar, nachts unter dem  gelben Vollmond draußen zu sitzen, an dem einzigen besetzen Tisch auf einer Terrasse, auf der sich wenige Wochen später sicher hunderte tummeln.

Um diese Jahreszeit erkennt einen der Kellner bereits wieder wenn man zum zweiten Mal kommt und alles wirkt sehr familiär. Auch in der Vorsaison kann man hier bereits Fahrräder mieten, Paddelboot fahren, wandern. Gut Essen und Weintrinken kann man übrigens auch.