Friedhof ist nicht gleich Friedhof. Auffällig sind vor allem die Unterschiede zwischen den Religionen. In einigen wird extensiv Grabpflege betrieben, in anderen wird auf diese und auf jeglichen Grabschmuck verzichtet. Übrigens nicht, weil man die Toten nicht achtet, sondern - im Gegenteil - um die Totenruhe nicht zu stören. Insbesondere in Bosnien, wie hier in... Continue Reading →
Tag der Jugend 2017: Vor allem eine Sache für Ältere
Was haben Sie am 25. Mai getan? In Ex-Yu ist das für manche keine Frage, bei der sie lange überlegen müssten: Sie haben den Geburtstag von Josip Broz Tito feierlich begangen. So auch in Sarajevo, auf dem Universitätscampus, der sich in einer ehemaligen Kaserne befindet. Dort steht auch heute noch ein Tito-Denkmal. Kein x-beliebiges, sondern... Continue Reading →
Zoster („Gürtelrose“): Rock`n´Reggae aus Mostar – Sozialkritik, die groovt
Zoster ist eine der interessantesten aktuellen Band aus dem ehemaligen Jugoslawien. "Auweia" werden jetzt diejenigen sagen, die über die Sprachgrenzen hinweg die Bedeutung des Namens kennen. Ja, die Band heißt in Übersetzung tatsächlich "Gürtelrose". Gesellschaften und Staaten mit defekten Selbstheilungskräften Es ist kein Zufall, dass sich die Musiker nach dieser lästigen und schmerzhaften Krankheit benannt... Continue Reading →
Trinken, um zu vergessen, erlaubt – außer es geht um das Zahlen
Dieser Koch steht - auch jetzt, während des Fastenmonats Ramadan - am Eingang einer Speisegaststätte in der mehrheitlich muslimischen bosnischen Hauptstadt Sarajevo. Die Schrift auf der Tafel in seiner Hand lautet: Wenn Du trinkst, um sie zu vergessen, vergiss nicht, zu zahlen, was Du getrunken hast Man sieht: Hier ist manches anders, wie viele, die... Continue Reading →
Weitere Belgrader Street Art verschwindet in ewigen Jagdgründen
Der Schwund in der Belgrader Street Art-SzeneStreet Art-Szene, über die wir schon öfter berichtet haben, geht weiter. Dieses Mal sind es keine Konkurrenten, die mit der Dose in der Hand, bestehende Murale übersprayen und keine Bauarbeiten, denen die Gebäude, auf denen sie aufgebracht sind, zum Opfer fallen, sondern Renovierungen von Altbauten.
„Zurück zur Natur“ à la Beograd na vodi
Prepuštanje prirodi" (Der Natur überlassen) steht in großen Lettern auf einem der vielen Bauzäune rund um das umstrittene Mega-Bauprojekt "Beograd na vodi/Belgrade waterfront". Aus der Aufschrift soll man wohl folgern, dass man sich hier in Zukunft der Natur überlassen kann und/oder, dass hier zukünftig die Natur sich selbst überlassen werden wird. Werbesprüche dürfen schon mal übertreiben. Aber der hier ist mehr als vermessen!
Dreimal kannst Du lesen!
Jugoslawien war ein Vielvölkerstaat mit vielen Sprachen. Reste der damaligen Kultur findet man heute noch in der zu Serbien gehörenden Autonomen Provinz Vojvodina, insbesondere nahe der ungarischen Grenze. Ob Baustellenwarnung, Schild der Stadtbibliothek, Straßenschild oder Eingangstor zum "Grünen Markt": Alles ist dreisprachig, nämlich Serbisch, Kroatisch und Ungarisch. Wir meinen: То је добро! To je dobro... Continue Reading →
Cockta macht mehr draus (und hat mehr drin)
Coca Cola war auch in den sozialistischen Staaten ein Symbol westlicher Lebensart und deshalb begehrt, aber lange unerreichbar. Aus diesem Grund entstanden in diesen Ländern verschiedene Konkurrenz- oder Ersatzprodukte, die es der Bevölkerung erlauben sollten, ihren Cola-Durst zu löschen, ohne dass dafür wertvolle Devisen in das dekadente westliche Ausland fliessen mussten. In der DDR waren... Continue Reading →
Keine Selbstverständlichkeit: Ostern für alle (die es feiern) gleichzeitig!
Es ist Ostern. Gleichzeitig für alle, die Ostern feiern. Keine Selbstverständlichkeit, sondern die Ausnahme. Schließlich gibt es eine Westkirche und eine Ostkirche, die ihre Festtage nach verschiedenen Kalendern berechnen. Jeweils nach einer Rechenmethode, die wohl auch die wenigsten Gläubigen auswendig erklären könnten. (Glücklicherweise kann man auch das im Internet nachlesen. Und wird dabei feststellen, dass... Continue Reading →
Brolier a la Bosna
Im Beitrag von eben haben wir von bereits traditionellen Germanismen in der lokalen Sprache berichtet . Die Bezeichnung "Broiler" für ein gegrilltes Federvieh, die wir in Zenica, Bosnien und Herzegowina, gesehen haben, allerdings ist ein Neu-Germanismus (der noch dazu für viele Westdeutsche kaum verständlich sein dürfte). Übrigens steht auf dem Schild in der Landesprache: "Goldenes... Continue Reading →